Seit Jahren wartet die Stadt Luzern auf eine Entwicklung des SBB Areals Rösslimatt. Bis anhin ohne Erfolg, denn die SBB warten sehnlich auf einen Anker-Mieter, um die erste Bauetappe endlich in Angriff nehmen zu können. Die SP/JUSO fordert den Stadtrat in einem Postulat nun auf, zusammen mit der SBB die geplante Entwicklung neu zu überdenken und dabei auch die positiven Erfahrungen aus Zürich zu berücksichtigen. Es soll endlich vorwärts gehen in der Rösslimatt!

Trotz angeblichem Bedarf an grossen, zusammenhängenden Büroflächen ist noch immer kein so genannter Anker-Mieter in Sicht. Bevor aber ein solcher Mieter von grösseren Gewerbe-/Büroflächen nicht gefunden ist, möchte die SBB mit der 1. Etappe der Rösslimatt-Überbauung nicht starten. Dies wiederum verhindert die Entwicklung des restlichen Areals.

 

Dass es auch anders gehen kann, zeigt die Stadt Zürich. Gemeinsam mit der SBB hat sie die Grundlagen geschaffen, um eine Fläche von rund 140 000 Quadratmeter nicht mehr benötigtes SBB-Gelände für Wohn- und Arbeitsraum umzunutzen. Zusammen mit Bevölkerung und Politik werden diese Areale (Neugasse, Werkstadt und Hardfeld) in den nächsten Jahren zu attraktiven Lebensräumen für Wohnen (inkl. gemeinnützigem Wohnungsbau), Logistik und Gewerbe weiterentwickelt. Zudem erhält die Stadt – aufgrund der Aufwertung des Grundstückes durch die erfolgte Bauzonenänderung – mit der so genannten Mehrwertabschöpfung zusätzliche Mittel.

Was in Zürich funktioniert, kann auch in Luzern funktionieren. Die SP/JUSO fordert den Stadtrat deshalb auf, den Dialog mit der SBB zu suchen, um gemeinsam die Arealentwicklung Rösslimatt voranzutreiben. Dabei soll u.a. das Nutzungskonzept und insbesondere die aktuell geplante Etappierung nochmals überprüft und gegebenenfalls angepasst werden.

03. Mär 2017