Dienstag, 31. März 2020, 20:00

Das Projekt «Eine Emilie Kempin-Spyri. Alle Emilie» wird von Marina Carobbio (SP Ständerätin und ehemalige Nationalratspräsidentin), von den Demokratischen Juristen*innen Luzern, von der Gleichstellungskommission der Universität Luzern, vom Schweizerischen Institut für Feministische Rechtswissenschaften (FRI) und von den Juristinnen Schweiz (Law and Women) offiziell unterstützt.

Das Stück stellt die Geschichte von Emilie Kempin-Spyri (1853-1901) dar, der ersten Juristin der Schweiz. Trotz der Promotion an der Universität Zürich, wurde sie nie zur Anwaltschaft zugelassen, weil sie Frau war. Ende des 19. Jahrhunderts musste sie in die USA emigrieren, noch heute ist der Emily Kempin-Lehrstuhl an der New York University zu finden. Sie starb in der Einsamkeit in der Irrenanstalt Friedmatt im Jahr 1902. 

Die Performance führt das Publikum eine Stunde lang durch eine körperliche, zeitliche und emotionale Reise, die Emilie und alle Emilies von gestern und heute unternommen haben. Emilies Geschichte regt zum Nachdenken über die Rolle und die Errungenschaften der Frauen in der Zivilgesellschaft, der Politik und der Arbeit an und blickt auf den Kampf um die Privatsphäre. Das Stück zeigt auch die emotionale Dimension eines oft schwierigen Weges auf, um den eigenen Platz in der Gesellschaft zu finden: ein Aspekt, der in der Debatte über Frauenrechte nicht fehlen darf. Die Figur der Protagonistin vermischt sich mit dem Leben der Darstellerinnen und entdeckt die Fragmentierung ihrer Seelen.

Die Tickets können hier gekauft werden: https://www.starticket.ch/de/suche?_csreset=1&_csquery=supergui

Weitere Aufführung: 01. April 2020 / 20:00 Uhr